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Emmer wollen Sommerferien ohne Fluglärm

Auf dem Militärflugplatz Emmen sollen im Sommer sechs Wochen lang keine Jets starten und landen dürfen. Das fordert eine Petition aus der Bevölkerung. Die Emmer sind somit weit bescheidener als die Meiringer.

Auf dem Bild sieht man nur die Hitze der Triebwerke: Eine Schweizer F/A 18 beim Start in Emmen (11.11.08).
Auf dem Bild sieht man nur die Hitze der Triebwerke: Eine Schweizer F/A 18 beim Start in Emmen (11.11.08).
Keystone

Rund 3000 Jets starten und landen pro Jahr auf dem Militärflugplatz in Emmen. Dieser ist neben Payerne, Meiringen und Sion einer von vier Standorten der Schweizer Kampfjets. Die Petition für eine längere Sommerpause hat der Schutzverband Flugplatz Emmen lanciert, ein Verband der betroffenen Bevölkerung. 5834 Unterschriften habe er Bundesrat Ueli Maurer übergeben, liess der Verband verlauten. Die Grenze der Lärmbelastung sei erreicht, schreibt der Schutzverband. Die Belastung hätte in den letzten Jahren zugenommen, eine weitere sei zu befürchten. Die Bevölkerung wolle aber keine weitere Zunahme des Fluglärms.

Unterstützung hat die Bevölkerung von Emmen im Mai auch vom Luzerner Regierungsrat und vom Kantonsparlament erhalten. Der Luftwaffe wurde dabei mangelndes Verständnis für die Bedürfnisse der Bevölkerung vorgeworfen.

Auf Emmen entfällt ein Achtel aller Jetflüge

2010 und 2011 gab es in Emmen knapp 3000 Jetflüge. Im Sommer ist die Piste während vier Wochen gesperrt, während weiterer vier Wochen übernimmt Emmen den gesamten Jetbetrieb von Payerne, Meiringen und Sion. Emmen weist aber am wenigsten Flugbewegungen pro Jahr auf (Payerne bis 11'000, Meiringen bis 5000, Sion rund 4000). Die Meiringer zeigen sich denn auch viel weniger bescheiden: Der Kanton Bern hat an ihrer Stelle im März ganze vier Monate flugfreie Zeit gefordert, damit die Hauptferiensaisons nicht betroffen wären. Emmen hingegen gäbe sich schon mit flugfreien Schulsommerferien zufrieden.

SDA/mw

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