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Energiewende birgt Risiko für Mieter

Der Bund fördert energetische Sanierungen mit Millionen. Dies verteure das Wohnen, klagt der Mieterverband. Er fordert neue Auflagen für die Geldvergabe – und wird kritisiert.

Von Stefan Häne
Handwerker bei Umbauarbeiten. Wird eine Wohnung saniert, steigt danach oft die Miete. Foto: Gaëtan Bally Name (Keystone)
Handwerker bei Umbauarbeiten. Wird eine Wohnung saniert, steigt danach oft die Miete. Foto: Gaëtan Bally Name (Keystone)

Eine staatlich geförderte Sanierungswelle, befürchtet der Mieterverband, werde noch mehr Mieter aus ihrer Wohnung vertreiben. Zwar ist der Vermieter verpflichtet, bei der Berechnung der Mietzinserhöhung nach einer Sanierung die Fördergelder abzuziehen. Kündigt er aber den Block leer und vermietet nach der Renovation neu, kann er den Mietzins unabhängig von der vorgängigen Miete und den Fördergeldern festlegen, wie der Mieterverband warnt. «Die Subventionen fliessen nun direkt in die Taschen der Liegenschaftenbesitzer», sagt Carobbio. Der Staat subventioniere auf diese Weise höhere Renditen. Heute schon können Hausbesitzer dank Staatshilfe profitieren, wenn sie Aufwendungen für energetische Sanierungen bei den Steuern in Abzug bringen.

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