Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Wenn man an dieser Stelle ins Rutschen kommt, ist es vorbei»

«Man steigt nicht auf den Berg, um zu sterben»: Oswald Oelz, Bergsteiger und Arzt. Foto: Christian Beutler (Keysstone)

Wie haben Sie vom Tod Ueli Stecks erfahren?

Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen?

Ueli Steck ist bei einer Trainingstour auf den Nuptse verunglückt, auf einer Höhe von rund 7400 Metern über Meer. Können Sie die Unfallstelle beschreiben?

Einer der besten Bergsteiger der Welt verunglückt tödlich in einer eher einfachen Passage. Wie soll man das verstehen?

Leben am Limit: Ueli Steck portraitiert am 11. September 2015 am Fuss einer Kletterwand in Wilderswil.
Die Leiche Ueli Stecks bei der Überführung in ein Spital nach Kathmandu. (30. April 2017).
«Scheitern heisst für mich: wenn ich sterbe und nicht heimkomme», sagte Steck in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger».
1 / 9

Sie vermuten, dass Steck nicht voll konzentriert war?

Können Sie sich an Ihre erste Begegnung mit Ueli Steck erinnern?

Wie erlebten Sie es, mit Steck zu klettern? War seine körperliche Überlegenheit kein Problem für die Gruppe?

Wie lange dauerte die Tour?

Sie haben zweimal in der Wand biwakiert?

Video: Ueli Stecks grösste Erfolgsmomente

Wie nahe kommt man sich da?

Damals war Steck noch keine Berühmtheit. Es war vor seinen Speed-Rekorden. Welchen Eindruck hinterliess er?

Mit Ueli Steck wurde die Schnelligkeit eine zentrale Grösse im Klettern. Wie wichtig waren diese Erfolge für ihn?

Wobei man bei Steck stets den Eindruck hatte, er renne gegen die Zeit, nicht gegen andere Gegner.

Dieser Eindruck ist nicht ganz zutreffend?

Ueli Steck befand sich in den letzten Wochen im Himalaja, weil er den Mount Everest und den benachbarten Lhotse in einem Zug besteigen wollte. Warum ist diese Route so schwierig?

«Man steigt nicht auf den Berg, um zu sterben. Man steigt auf den Berg, um intensiv zu leben.»

Steck wollte dort oben biwakieren. Kann man in solchen Höhen wirklich schlafen?

Trauen Sie Ueli Steck zu, dass er diese Everest-Lhotse-Route geschafft hätte?

Letztes Jahr wurde Ueli Steck 40 Jahre alt. Ein kritisches Alter für Bergsteiger.

Glauben Sie, er hätte irgendwann gesagt, jetzt ist genug riskiert, ich versuch es mit anderen Herausforderungen?

Hat es Ueli Steck darauf ankommen lassen, im Berg zu sterben?

War Steck ein Süchtiger?

Ueli Steck sagte einmal, im Alter könne man die nachlassenden körperlichen Fähigkeiten dadurch aufwiegen, dass man mehr Risiko nimmt.

Ist Steck ein Opfer seines Ehrgeizes, dieser Jagd auf immer neue Rekorde und Extremleistungen?

Hätte er sich den Thrill nicht auch anderswo holen können?

In letzter Zeit hat Ueli Steck häufiger und offener über den Tod gesprochen. Hatten Sie auch den Eindruck, dass er sich stärker mit dem Tod auseinandersetzte?

Aber der Tod war eine Möglichkeit, mit der er gerechnet hat.