Zum Hauptinhalt springen

Erbschaftssteuerinitiative spaltet Bischofskonferenz

Obwohl der bischöfliche Beirat eine Erbschaftssteuer bejaht, schweigen die Bischöfe zur Initiative.

Engagiert gegen die Präimplantationsdiagnostik, schweigsam zur Erbschaftssteuer: Vitus Huonder, Bischof von Chur. Foto: keystone
Engagiert gegen die Präimplantationsdiagnostik, schweigsam zur Erbschaftssteuer: Vitus Huonder, Bischof von Chur. Foto: keystone

In der Debatte für oder gegen die Erbschaftssteuerinitiative wurde bisher eine Stimme nicht vernommen: diejenige der Kirche. Dies ganz im Gegensatz zur Abstimmung über die Präimplantationsdiagnostik (PID), wo der Churer Bischof Vitus Huonder erst kürzlich in Briefen an seine Pfarreien sowie an CVP-Nationalräte für ein Nein warb. Das Schweigen zur Erbschaftssteuer fällt umso mehr auf, als Huonder wie die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) bei einer anderen Umverteilungsinitiative Stellung bezog. So sorgte der orthodoxe Kirchenmann für Aufsehen, als er sich 2013 für die 1:12-Initiative der Juso aussprach: «Die Problematik der hohen Lohnunterschiede muss man angehen.» Die Bischöfe wiederum hielten damals unmissverständlich fest, dass gewisse Lohnexzesse im Widerspruch zur Soziallehre der Kirche stehen würden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.