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Ermittler übersahen Schweizer Spur bei Neonazi-Morden

Bislang unbekannte Dokumente zeigen: Eine Schweizer Fährte blieb bei der Suche nach den rechtsextremen Mördern jahrelang unentdeckt. Eine Berner Kantonspolizistin verfolgte sie – mit einem Teilerfolg.

Trauerbotschaften nach dem Döner-Mord: Ein Verkäufer dieses Döner-Standes in Nürnberg wurde im Juni 2005 von NSU-Mitgliedern ermordet.
Trauerbotschaften nach dem Döner-Mord: Ein Verkäufer dieses Döner-Standes in Nürnberg wurde im Juni 2005 von NSU-Mitgliedern ermordet.
DDP

Am Freitag, den 20. Januar 2012, um 18.20 Uhr schlug die Kantonspolizei Bern zu: Sie verhaftete den Ex-Lehrer Anton G. zu Hause in einer Berner Oberländer Kleinstadt. Gegen den IV-Rentner, der 60 Lebensjahre unbescholten hinter sich gebracht hatte, hegte sie den «dringenden Tatverdacht», «eine kriminelle Organisation unterstützt zu haben, welche in Deutschland mehrfach Morde beging». Später weiteten die Ermittler den Vorwurf sogar noch aus: auf Gehilfenschaft zum Mord, bei einer Tötungsserie, die das nördliche Nachbarland in Atem hielt und bis heute hält.

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