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Erneut Zwischenfall bei Ausschaffung eines Nigerianers

Im Sommer sorgte das Vorgehen der Polizei bei der Ausschaffung eines Nigerianers für Aufsehen. Laut einem Bericht fand erstmals seither ein weiterer Ausschaffungsflug nach Nigeria statt – es kam erneut zu Problemen.

Einer der Nigerianer weigerte sich: Bilder von 10vor10 zeigen, wie Polizisten den Mann zu Boden drücken. (Bild: sf)
Einer der Nigerianer weigerte sich: Bilder von 10vor10 zeigen, wie Polizisten den Mann zu Boden drücken. (Bild: sf)

Rund 80 Polizisten kontrollierten heute morgen früh die Ausschaffung von 26 Nigerianern am Flughafen Zürich. Dies zeigen Aufnahmen der Sendung «10vor10».

Der grosse Polizeiaufmarsch ist für Philipp Haas, Chef der Abteilung Zentrale Verfahren und Rückkehr, kein Sonderfall. «Ja, es sind viele Polizisten im Einsatz, und die Kosten sind dementsprechend hoch. Doch es ist immer noch billiger, als wenn die Männer hier in Ausschaffungshaft bleiben», sagt er gegenüber «10vor10».

Fesselung intensiviert

Wie der Bericht zeigt, steigen die meisten der Männer freiwillig und ohne Gegenwehr ein. Doch einer weigert sich. Die Polizisten drücken den Mann zu Boden. Wie es weitergeht zeigen die Aufnahmen nicht. Die Polizei fährt einen Bus als Sichtschutz vor. Man habe nichts zu verstecken, sagt Haas danach. «Der Mann ist nach dem Zwischenfall zurück in die Abflugshalle gebracht worden. Wir haben die Fesselung intensiviert und ihn so in das Flugzeug gebracht», erklärt er.

Zu viel Zwang, zu wenig Kommunikation

Die Fesselung intensivieren heisst, der Mann wurde an einen Transportstuhl gebunden. Dieses Vorgehen kritisiert die Nationale Kommission zu Verhütung von Folter stark. Für deren Vertreterin, Elisabeth Baumgartner, setze man damit zu fest auf Zwang, als auf Kommunikation.

«Ich glaube, dass solche Zwischenfälle zu verhindern wären, würde man die Asylsuchenden besser auf das ihnen Bevorstehende vorbereiten», sagt sie gegenüber «10vor10».

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