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«Erst eine Leiche hat die Schweizer Aussenpolitik verändert»

In den nächsten Stunden trifft Ueli Maurer Donald Trump. Diplomatie-Experte Sacha Zala über die spezielle Beziehung der beiden Länder.

Philipp Loser
Historiker Sacha Zala (50) ist seit 2008 Direktor von Dodis, der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz. Foto: Samuel Schalch
Historiker Sacha Zala (50) ist seit 2008 Direktor von Dodis, der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz. Foto: Samuel Schalch

Herr Zala, mit Ueli Maurer wird zum ersten Mal der Schweizer Bundespräsident offiziell vom amerikanischen Präsidenten empfangen. Warum hat das so lange gedauert?

Das hat sehr schweizerische Gründe. Die Schweiz – als urrepublikanisches Staatswesen – hatte immer grosse Mühe mit dem diplomatischen Zeremoniell und dem Protokoll in der Aussenpolitik. Bis in die 1950er-Jahre ernannte der Bundesrat etwa keine Botschafter, sondern nur Minister. Der tiefere diplomatische Rang hatte zur Folge, dass diese Vertreter immer ganz zuletzt an den Tisch gebeten wurden. Und dann wurde auch stets gemeckert, dass dies alles so viel kostet!

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