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«Es geht einfach alles zu schnell»

Die Kantone würden zu spät über aktuelle Entwicklungen zum Coronavirus informiert, sagt der oberste Kantonsarzt – und kritisiert den Bund.

Christoph Lenz
«Viele tragen die Schutzmasken falsch oder zu lange», sagt Rudolf Hauri: Passantin in der italienischen Stadt Brescia. Foto: Simone Venezia (Keystone)
«Viele tragen die Schutzmasken falsch oder zu lange», sagt Rudolf Hauri: Passantin in der italienischen Stadt Brescia. Foto: Simone Venezia (Keystone)

Herr Hauri, Sie sind derzeit eng in die Vorkehrungen zum Coronavirus eingebunden. Was ist für Sie die grösste Schwierigkeit?

Die Kommunikation. Wenn man sich das Coronavirus nüchtern anschaut, ist es eigentlich einfach ein weiteres, allerdings ernst zu nehmendes Virus. Was die Situation für uns so schwierig macht, ist die ständig neue Informationslage. Insbesondere seit dem Wochenende und dem Ausbruch in Italien geht alles drunter und drüber. Wir, die in den Kantonen an der Front arbeiten, spüren das sofort. Dann müssen wir versuchen, uns mit anderen Kantonen abzustimmen und uns epidemiologisch richtig zu verhalten. Das Problem ist: Wenn wir uns abstimmen und koordiniert handeln, werden wir bei der Umsetzung von der Realität überholt. Es geht einfach alles zu schnell.

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