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«Es gibt fast nichts, was ich mit diesem Regime nicht erlebt habe»

Alt-Bundesrat Hans-Rudolf Merz will nach dem Tod Ghadhafis seine Version der Geiselaffäre um Max Göldi und Rachid Hamdani erzählen.

Maurice Thiriet
Vergebliche Verhandlungen: Merz versuchte im September 2009 in New York, Ghadhafi zur Freilassung der Schweizer Geiseln zu bewegen.
Vergebliche Verhandlungen: Merz versuchte im September 2009 in New York, Ghadhafi zur Freilassung der Schweizer Geiseln zu bewegen.
SF

Herr Merz, wie haben Sie vom Tod Muammar al-Ghadhafi erfahren? Ich war unterwegs im Berner Oberland und habe es zufällig mitbekommen. Jemand hat mir gesagt, jetzt hätten sie Muammar al-Ghadhafii. Und er sei tot. Das ist jetzt wohl auch bestätigt.

Sie glaubten nicht an seinen Tod? Sehen Sie, ich habe mit diesem Mann und seinem Regime so viele Ordres und Désordres, so viele Spitzkehren, Finten und Unwahrheiten erlebt, dass ich vielleicht nie ganz sicher sein kann, ob al-Ghadhafi wirklich tot ist. Aber wenn es nun bestätigt ist, wird es so sein. Aber es würde mich nicht wundern, wenn er doch wieder irgendwo auftauchen würde. Es gibt fast nichts, was ich mit diesem Regime nicht erlebt habe, das können Sie mir glauben.

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