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«Es ist wichtig, dass er nicht mehr da ist»

Als ehemalige UNO-Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes hätte Carla Del Ponte Bin Laden lieber vor Gericht gesehen. Dennoch sagt sie: «Für die Angehörigen der Opfer ist es sicher eine Erleichterung.»

Natürlich hätte sie es lieber gesehen, wenn Osama Bin Laden lebend der internationalen Justiz übergeben worden wäre, sagt die frühere UNO-Chefanklägerin und ehemalige Botschafterin der Schweiz in Argentinien, Carla Del Ponte, im Videointerview mit Keystone.

Für die Angehörigen der Opfer sei es sicher eine Erleichterung, dass Bin Laden nicht mehr existiere, «mit der Zeit hätten sie es vielleicht auch lieber gehabt, dass man ihn prozessiert, aber es ist wichtig, dass er nicht mehr da ist».

«Jedes einzelne Urteil war für uns ein Ereignis»

Im Interview spricht die erst seit kurzem pensionierte Tessinerin ausserdem über die prägendsten Ereignisse als Chefanklägerin. Sie könne sich besonders an die Verhaftung Slobodan Milosevics erinnern, «aber eigentlich war jedes einzelne Urteil für uns ein Ereignis».

2008 wurde Carla Del Ponte Botschafterin der Schweiz in Argentinien. Seit Ende Februar ist Carla Del Ponte nun im Ruhestand und widmet sich in ihrer Tessiner Heimat dem Golfsport.

keystone/lcv

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