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ETH verdoppelt Studiengebühren vorerst nicht

Studierende der ETH Zürich und der EPFL in Lausanne können aufatmen: Der zuständige Rat hat die Pläne, die Gebühren frappant zu erhöhen, sistiert. Grund für den Sinneswandel ist eine parlamentarische Initiative.

Die jährlichen Studiengebühren betragen seit 2004 1160 Franken: Die Kuppel der ETH in Zürich.
Die jährlichen Studiengebühren betragen seit 2004 1160 Franken: Die Kuppel der ETH in Zürich.
Keystone

Die Studiengebühren an der ETH Zürich und der EPFL in Lausanne werden vorerst nicht verdoppelt. Der ETH-Rat hat seine diesbezüglichen Pläne sistiert. Ausgelöst hat den Sinneswandel eine parlamentarische Initiative.

Die von breiten Kreisen abgestützte Initiative verlangt, dass die Studiengebühren an den beiden ETH nach Steuerdomizil der Eltern und/oder Betroffenen differenziert werden.

Für inländische Steuerpflichtige will die Initiative die Gebührenerhöhung auf die Teuerung beschränken, ausländische Steuerpflichtige sollen nicht über dreimal mehr als inländische bezahlen. Eingereicht wurde die Initiative am 5. März.

Der ETH-Rat hat diesen politischen Vorstoss an seiner Sitzung am Mittwoch als ausserordentliches Traktandum diskutiert, wie er mitteilte. Die Aussicht auf eine neue gesetzliche Grundlage für unterschiedliche Gebühren schaffe eine neue Ausgangslage.

Auf Antrag von ETH und EPFL

Der ETH-Rat sistiere deshalb die im Dezember 2012 auf Antrag der ETH Zürich und der EPFL ins Auge gefasste Verdoppelung der Studiengebühren. Er werde die weiteren Arbeiten an der parlamentarischen Initiative sorgfältig verfolgen, zähle auf deren rasche Umsetzung und sei bereit, daran mitzuarbeiten.

Der ETH-Rat hatte vor rund drei Monaten bekannt gegeben, dass die Studiengebühren für die ETH Zürich und die EPFL in Lausanne - frühestens ab dem Herbstsemester 2015/2016 - verdoppelt werden sollen. Seit 2004 betragen die jährlichen Studiengebühren unverändert 1160 Franken.

Der ETH-Rat argumentierte damals, dass der Finanzierungsbeitrag des Bundes nicht mit dem Wachstum der Studierendenzahlen Schritt halte. Zwischen 2004 und 2013 sind diese um 50 Prozent gestiegen. Ein Studienjahr kostet zwischen 20'000 und 40'000 Franken.

(SDA)

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