Zum Hauptinhalt springen

EU-Lager, Verteilschlüssel, Verlosung

Vorschläge von Schweizer Parlamentariern, wie sich künftig Bootsunglücke wie jenes vor Lampedusa verhindern lassen.

Auf dem Weg: Die Überlebenden der erneuten Tragödie von Lampedusa in einem Fahrzeug der maltesischen Polizei. (12. Oktober 2013)
Auf dem Weg: Die Überlebenden der erneuten Tragödie von Lampedusa in einem Fahrzeug der maltesischen Polizei. (12. Oktober 2013)
AFP
Ein Gabelstapler transportiert Särge von Opfern des Bootsunglücks. (13. Oktober 2013)
Ein Gabelstapler transportiert Särge von Opfern des Bootsunglücks. (13. Oktober 2013)
Keystone
In stürmischer See gekentert: Für viele Flüchtlinge kam die Hilfe zu spät. (11. Oktober 2013)
In stürmischer See gekentert: Für viele Flüchtlinge kam die Hilfe zu spät. (11. Oktober 2013)
Keystone
1 / 12

Seit den jüngsten Bootsunglücken vor Lampedusa machen Schweizer Asylpolitiker mit Vorschlägen von sich reden, wie solche Katastrophen künftig verhindert werden könnten. Den Ideen gemeinsam ist: Sie lassen sich nur umsetzen, wenn die EU mitzieht.

In mehreren Sonntagszeitungen platzierte CVP-Nationalrat Gerhard Pfister den Vorschlag, in Nordafrika ein internationales Flüchtlingslager zu eröffnen. Dort fände eine Triage statt. Verfolgte mit Aussicht auf Asyl in Europa dürften das Mittelmeer legal und sicher überqueren. Wirtschaftsmigranten ohne Asylgründe müssten in ihre Heimat zurückkehren. Als Betreiberin des Zentrums käme die EU oder die UNO infrage. Mit dem Zentrum verbunden wäre ein Verteilschlüssel, der bestimmte, welches EU-Land wie viele Asylsuchende aufzunehmen hätte. Pfister ist sich der Tragweite des Vorschlags bewusst: «Das käme einem Paradigmenwechsel zum aktuellen Dublin-System gleich», sagt er.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.