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Ex-Armeechefs Keckeis gibt Fehler zu

Der frühere Armeechef Christophe Keckeis räumt ein, dass er seinem Nachfolger Roland Nef zu viel Vertrauen geschenkt habe. Keckeis sieht sich aber auch getäuscht.

Der ehemaliger Armeechef Christophe Keckeis ist mit den Schlussfolgerungen der GPK zur Affäre Nef-Schmid einverstanden. Er gesteht ein, Fehler gemacht zu haben, indem er insbesondere zuviel Vertrauen gehabt habe. Er sei, wie Samuel Schmid, in eine Falle getappt. «Dies ist eine Lebenserfahrung, im Nachhinein ist man immer klüger», sagte Keckeis zur Nachrichtenagentur SDA. «Wenn ich eine zweite Chance hätte, würde ich zweifellos unangenehmere Fragen stellen, auch wenn sie die Privatsphäre betreffen.»

Er habe mehrere Male mit Roland Nef gesprochen, sagte Keckeis weiter. «Er hat mir die ihn betreffenden Informationen nach Belieben geliefert. Nef hat dabei viel Selbstvertrauen an den Tag gelegt, so dass ich nicht kritischer war.» Keckeis sieht sich getäuscht. Nef habe in der Angelegenheit immer den Ton angegeben.

Auch wenn er seine Fehler vollumfänglich eingesteht, verweist Keckeis auf den damaligen Kontext: «Samuel Schmid und ich selber haben einfach den besten Chef der Armee gesucht. In keinem Moment hatten wir Zweifel zur Vergangenheit von Roland Nef, sonst hätten wir alles gestoppt.» In Zukunft würden hoffentlich solche Fehler vermieden.

SOG-Präsident: Nun die Lehren ziehen

Für Hans Schatzmann, Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG), ist wesentlich, dass aus der Affäre Nef/Schmid die Lehren gezogen werden für künftige Ernennungen des Armeechefs. Das Verfahren zur Besetzung müsse «sauber ablaufen».

Es dürfe zu keinen Fragen mehr Anlass geben, sagte Schatzmann am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Der GPK-Bericht zur Affäre Nef/Schmid bringe im Übrigen in der Sache selber nichts Neues, sondern fasse zusammen, was bereits bekannt war. Zu den politischen Forderungen der GPK äusserte sich Schatzmann nicht.

SDA/vin

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