Fährt in der Schweiz bald eine Metro?

Ein unterirdisches Transportsystem könnte künftig Güter in die Schweizer Städte bringen. Eine Machbarkeitsstudie soll zeigen, wie.

Mit rund 30 Kilometern pro Stunde sollen die Transportfahrzeuge ab 2028 in unterirdischen, dreispurigen Tunnels unterwegs sein.

Mit rund 30 Kilometern pro Stunde sollen die Transportfahrzeuge ab 2028 in unterirdischen, dreispurigen Tunnels unterwegs sein. Bild: zvg

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Mit den bisherigen Verkehrswegen auf Schienen und Strassen lässt sich der zunehmende Güterverkehr in Zukunft kaum bewältigen. Neue Konzepte müssen her. Zum Beispiel ein unterirdisches Gütertransportsystem.

Verschiedene Firmen und Institutionen, darunter die Interessengemeinschaft Detailhandel Schweiz, SBB Cargo, Rhenus Logistics, die Swisscom und die Post, haben sich dafür zum Förderverein «Cargo sous terrain» (CST) zusammengeschlossen. «Ab 2030 soll das zwischen den städtischen Zentren unterirdisch verlaufende, privatwirtschaftlich finanzierte System den schweizerischen Gütertransport erleichtern», schreibt CST.

Eine erste Teilstrecke von rund 70 Kilometern Länge könnte ab 2028 den Raum Härkingen-Niederbipp mit seinen vielen Logistikzentren mit der Stadt Zürich verbinden. Später sei ein Gesamtnetz zwischen Boden- und Genfersee über Bern mit Ablegern nach Basel und Luzern geplant.

Transportfahrzeuge sollen rund um die Uhr fahren

Wie dies funktionieren soll, beschreibt Cargo sous terrain auf seiner Website: «In den Tunnels verkehren rund um die Uhr selbstfahrende, unbemannte Transportfahrzeuge, die an dafür vorgesehenen Rampen oder Lifts automatisch Ladungen aufnehmen und abgeben können.»

Vorgesehen seien dreispurigen Tunnels, in denen mit einer konstanten Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern pro Stunde gefahren würde. In den Städten wolle man die transportierten Güter zusammen mit Partnern in umweltschonenden Fahrzeugen verteilen, heisst es.

In zehn Tagen, am Dienstag, 26. Januar, wird der Förderverein Cargo sous terrain (CST) die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorstellen. Der Verein wurde im Herbst 2013 gegründet.

Erstellt: 15.01.2016, 17:59 Uhr

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