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Falscher Alarm: Genfer Quartier drei Stunden gesperrt

Die Genfer Polizei vermutete an der Tür einer Wohnung eine Sprengfalle. Sie riegelte einen Teil der Innenstadt ab.

Grossaufgebot in Genf: Feuerwehr und Polizei haben die Umgebung weiträumig abgesperrt.
Grossaufgebot in Genf: Feuerwehr und Polizei haben die Umgebung weiträumig abgesperrt.
Keystone

Auslöser des Grosseinsatzes war eine Hausdurchsuchung am Montagmorgen in einer Wohnung eines Mannes, der am Wochenende verhaftet worden war. Die Polizei habe vermutet, dass die Türe mit einer Sprengfalle geschützt sei und habe die Sprengstoffexperten alarmiert, erklärte Polizeisprecher Patrick Pulh auf Anfrage.

Wegen der mutmasslichen Gefahr habe man kurz nach 10 Uhr die Strassenzüge rund um die Rue Versonnex abgeriegelt. Erst nach drei Stunden hätten Experten die Türschlösser ohne Risiken knacken können.

Brandbeschleuniger gefunden

Wie sich herausstellte, war die Vorsicht nicht nötig gewesen. Die Türe war zwar mit mehr als einem Schloss gesichert, Sprengstoff war jedoch nicht im Spiel. Wie die Polizei später in einem Communiqué präzisierte, wurden in der Wohnung ein Dutzend mit Brandbeschleuniger gefüllte PET-Flaschen sowie mehrere Campinggas- Flaschen gefunden.

Die Genfer Polizei wollte den Grund für die Inhaftierung des Mannes nicht bekanntgeben. Laut einer Nachbarin handelt es sich bei dem Mann um einen arbeitslosen Randständigen, der Angst vor der Gesellschaft habe. Die Türe seiner Wohnung ist voll von Gekritzel und Klebern. Auf einem warnt der Mann auf Französisch: «Achtung, Abwehrsystem aktiviert.»

Der Polizei-Grosseinsatz führte in Genfs Innenstadt, vor allem im Quartier Euax-Vives, zu einem Verkehrschaos. Gegen 13.30 Uhr normalisierte sich die Lage.

SDA/grü

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