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Favorit Brand steigt ins Bundesratsrennen

Oft wurde er als vielversprechender Kandidat genannt. Jetzt ist er nominiert. Der Bündner Heinz Brand will in die Landesregierung.

Der Favorit: Heinz Brand aus Graubünden.
Der Favorit: Heinz Brand aus Graubünden.
Lukas Lehmann, Keystone
Thomas Aeschi aus Zug stellt sich ebenfalls zur Wahl.
Thomas Aeschi aus Zug stellt sich ebenfalls zur Wahl.
Peter Klaunzer, Keystone
... und Thomas Hurter.
... und Thomas Hurter.
Benedetto Galli, Keystone
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Der Bündner SVP-Nationalrat und Parteipräsident der SVP Graubünden will Bundesrat werden. Der kantonale Parteivorstand hat den 60-Jährigen offiziell zuhanden der SVP-Findungskommission als Kandidaten nominiert.

Der Migrationsexperte politisiert auf Parteilinie und gilt wegen seiner umgänglichen Art als einer der Kronfavoriten für den zweiten SVP-Sitz in der Landesregierung. Brand sei ein äusserst kompetenter Kandidat mit grossen Sachkenntnissen in vielen Politbereichen, teilte die SVP Graubünden mit. Im Nationalrat gelte er als Spezialist für den Ausländer-, Asyl- und Migrationsbereich.

Der Prättigauer sei «auch ein ausgesprochen valabler Vertreter für die italienischsprachige Schweiz», zumal seine Frau aus dem italienischsprachigen Bündner Südtal Misox stamme und vertiefte familiäre Bindungen in die italienische Schweiz bestünden. Der Vater einer erwachsenen Tochter spreche alle drei grossen Landessprachen.

24 Jahre lang Chef der Bündner Fremdenpolizei

Brand leitete bis zu seiner Wahl in den Nationalrat im Jahr 2011 die Bündner Fremdenpolizei 24 Jahre lang. Vergangenen Oktober wurde er mit einem Spitzenresultat wiedergewählt. Seit 2012 führt er zudem die SVP Graubünden.

Nach der Wahl in die grosse Kammer profilierte Brand sich rasch als Migrationsexperte in einem Kernthema der SVP und erreichte nationale Beachtung. Wegen seiner «inhaltlichen Kompetenz» und der lösungsorientierten Politarbeit in Bern gilt er als mehrheitsfähig, was das Bundesratsamt anbelangt. Just in jüngerer Zeit fiel er aber mit extremen Positionen auf.

Aeschi für Zug nominiert

Der Zuger Nationalrat Thomas Aeschi will Bundesrat werden. Der erst 36-jährige Unternehmensberater ist Präsident der kantonalen SVP und gibt sich bewusst dynamisch und weltoffen.

Bei den Wahlen im Oktober holte Aeschi von allen Zuger Kandidierenden mit Abstand die meisten Stimmen. Die Parteileitung sieht ihn als ideale Ergänzung zum amtierenden SVP-Bundesrat Ueli Maurer. So sei auch die jüngere Generation gut im Bundesrat vertreten, schreibt die Parteileitung in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Nachfolger von Hürlimann

Aeschi sitzt seit 2011 für die SVP im Nationalrat. Er ist Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben und Mitglied der EFTA/EU-Delegation. Beruflich arbeitet er als Berater für eine internationale Beratungsfirma. Er studierte Wirtschaft an der Hochschule St. Gallen. Aeschi ist ledig.

Präsident der Zuger SVP ist er seit der Zuger Sex-Affäre um Markus Hürlimann und Jolanda Spiess-Hegglin. Aeschi hatte seit März 2015 nicht zuletzt die Aufgabe, die Wogen innerhalb seiner Partei zu glätten.

Die Bundesratswahlen finden am 9. Dezember statt. Die SVP-Bundeshausfraktion nominiert ihre Kandidaten am 20. November.

SDA/dia

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