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FDP-Frau verhindert Einzug der SVP in Obwaldner Regierung

Bei den Wahlen im Kanton Obwalden hat die SVP als einzige Partei Parlamentssitze hinzugewinnen können. Als Regierungsrätin neu gewählt wurde aber Maya Büchi-Kaiser von der FDP.

Ersetzt Esther Gasser Pfulg, ebenfalls von der FDP: Maya Büchi-Kaiser in Sarnen. (9. März 2014)
Ersetzt Esther Gasser Pfulg, ebenfalls von der FDP: Maya Büchi-Kaiser in Sarnen. (9. März 2014)
Urs Flüeler, Keystone

Der Einzug in die Obwaldner Regierung blieb der SVP am Sonntag erneut verwehrt. Die FDP-Frau Maya Büchi-Kaiser lag gut 800 Stimmen vor Albert Sigrist (SVP). Die 51-jährige Sachsler Kommunikationsunternehmerin Büchi-Kaiser wurde als Ersatz für die zurückgetretene Sicherheitsdirektorin Esther Gasser Pfulg (FDP) gewählt.

Die bisherige FDP-Fraktionschefin Büchi holte 6093 Stimmen. Der Herausforderer der SVP, der 56-jährige Holzhändler Albert Sigrist, landete mit 5261 Stimmen auf dem sechsten Platz. Der SVP-Kantonalpräsident schied damit als überzähliger Kandidat aus. Das absolute Mehr lag bei 5866 Stimmen.

Die vier bisherigen Regierungsräte (2 CVP, 1 FDP, 1 CSP) wurden klar im Amt bestätigt.

Hans Wallimann erneut mit Spitzenergebnis

Das beste Resultat erzielte wie bereits vor vier Jahren FDP-Regierungsrat Hans Wallimann (9406 Stimmen). Der 61-jährige Finanzdirektor ist das amtsälteste Mitglied der Obwaldner Regierung.

Auch auf den weiteren Rängen änderte sich an der Reihenfolge gegenüber vor vier Jahren nichts. Bildungsdirektor Franz Enderli (CSP) erreichte 9070 Stimmen, und Volkswirtschaftsdirektor Niklaus Bleiker (CVP) kam auf 8420 Stimmen.

Das schlechteste Resultat der Bisherigen machte Baudirektor Paul Federer (FDP). Der 63-jährige ist seit 2010 in der Regierung und damit das amtsjüngste Mitglied.

Die Obwaldner Regierung setzt sich weiterhin aus vier Männern und einer Frau zusammen. Auch an der parteipolitischen Zusammensetzung ändert sich nichts (2 CVP, 2 FDP, 1 CSP).

Die SVP scheiterte seit 2002 zum vierten Mal beim Versuch, in den Regierungsrat einzuziehen. Albert Sigrist war bereits 2002 glückloser Kandidat. 2010 unterlag er in der parteiinternen Ausmarchung. Zu seinem Trost wurde Sigrist am Sonntag erneut in den Kantonsrat gewählt.

SVP gewinnt im Parlament – CVP und CSP verlieren

Im Parlament war die SVP die einzige Partei, die ihre Sitzzahl leicht erhöhen konnte. Die zweitstärkste Fraktion gewann zwei Sitze hinzu – und zwar auf Kosten von CVP und CSP. FDP und SP blieben stabil. Die in zwei Wahlkreisen angetretenen Juso erhalten keinen Sitz.

Der 55-köpfige Obwaldner Kantonsrat setzt sich neu wie folgt zusammen: CVP (19 Sitze), SVP (13), FDP (10), CSP (7) und SP (6). Der Kantonsrat zählt 39 Männer und 16 Frauen. Der Frauenanteil sank gegenüber vor vier Jahren leicht von 33 auf 29 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 47 Prozent (2010: 52 Prozent).

SDA/rub

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