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Femen-Chefin muss die Schweiz wohl verlassen

Anna Hutsol von der Protestorganisation Femen lebt zurzeit im Asylzentrum in Rapperswil. Zwar wurde ihr Gesuch abgelehnt – doch aufgeben will die 29-jährige Ukrainerin nicht.

Hat geringe Chancen, in der Schweiz zu bleiben: Anna Hutsol. (Archivbild)
Hat geringe Chancen, in der Schweiz zu bleiben: Anna Hutsol. (Archivbild)
Reuters

Die Frau, die hinter den provokanten Oben-ohne-Protesten von Femen steckt, darf wohl nicht in der Schweiz bleiben: Das Asylgesuch der 29-jährigen Ukrainerin Anna Hutsol ist abgelehnt worden. «Wir sind im September mit einem französischen Visum aus der Ukraine geflohen», sagte Anna Hutsol zum «Tages-Anzeiger».

Darum sei Frankreich für das Asylverfahren zuständig, wie das Bundesamt für Migration (BFM) bestätigt. Obwohl Hutsols Schwester in Rorschach lebe, seien die Chancen, dass die Aktivistin in der Schweiz bleiben könne, gering. Eine Familienzusammenführung sei nur für die «Kernfamilie» vorgesehen, heisst es beim BFM.

Rekurs eingelegt

Hutsol lebt bereits seit Oktober in der Schweiz und wohnt zurzeit in einer Asylunterkunft in Rapperswil. «Eigentlich wollte ich einfach bei meiner Schwester leben, aber das ist offenbar nicht möglich», sagt die studierte Ökonomin. Hutsol und die drei anderen Femen-Gründer sind Ende August aus der Ukraine geflohen, nachdem mehrere von ihnen zusammengeschlagen worden waren und man Waffen im Hauptquartier gefunden hatte.

Laut Hutsol habe man ihnen die Waffen untergeschoben, um sie loszuwerden. Die Femen-Gründerin hofft immer noch, dass sie trotz des negativen Bescheids in der Schweiz bleiben kann. Ihr Anwalt habe Rekurs eingelegt.

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