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Fiasko für die Bundesanwaltschaft

13 Jahre lang hat die Bundesanwaltschaft gegen fünf Männer wegen angeblicher Mafia-Mitgliedschaft ermittelt. Der Hauptverdächtige sass drei Jahre in U-Haft. Nun wurde das Verfahren ohne Anklage eingestellt.

Stefano A. beteuerte von Beginn weg seine Unschuld. Foto: Dieter Seeger
Stefano A. beteuerte von Beginn weg seine Unschuld. Foto: Dieter Seeger

Die Liste der Schlappen der Bundesanwaltschaft (BA) ist um einen spektakulären Fall reicher: Wie die BA gestern auf Anfrage erklärte, hat sie am 11. Dezember das Verfahren gegen fünf italienischstämmige Männer wegen mutmasslicher Mitgliedschaft in der kalabresischen Mafia ’Ndrangheta eingestellt. Laut BA ist der Hauptbeschuldigte, Stefano A.*, am 31. Oktober in Italien rechtskräftig und endgültig freigesprochen worden vom Vorwurf der ’Ndrangheta-Mitgliedschaft. «Mit dieser neuen Beweislage konfrontiert, müsste das urteilende Gericht die Beschuldigten mit grosser Wahrscheinlichkeit wegen Beteiligung an einer ­kriminellen Organisation in der Schweiz freisprechen», schreibt die BA. Deshalb habe man das Verfahren eingestellt.

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