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Fifa-Prozess findet trotz Corona-Virus statt

Die Angeklagten im «Sommermärchen»-Prozess hatten wegen des Coronavirus die Verschiebung verlangt. Nun haben die Richter entschieden.

Die drei Ex-Funktionäre des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), Horst Rudolf Schmidt, Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach. Foto: Getty Images
Die drei Ex-Funktionäre des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), Horst Rudolf Schmidt, Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach. Foto: Getty Images

Ab Montag startet der auf drei Wochen angesetzte Fifa-Prozess in Bellinzona. Es geht um das sogenannte Sommermärchen, um rätselhafte Zahlungen vor der Fussball-WM 2006 in Deutschland.

Die Anwälte der vier Angeklagten hatten beantragt, dass das Verfahren sistiert oder gar eingestellt werde, unter anderem wegen des Coronavirus. Zudem seien drei der vier ehemaligen Fifa-Funktionäre gesundheitlich nicht in der Lage, an der Verhandlung teilzunehmen.

Das Bundesstrafgericht hat alle Verschiebungsgesuche am Donnerstagnachmittag abgelehnt. An der Durchführung der Verhandlung werde festgehalten, teilte das Gericht den Anwälten der vier Angeklagten mit.

Der Sprecher des Schweizer Angeklagten Urs Linsi sagt auf Anfrage, sein Klient werde am Montag vor Gericht erscheinen. «Wenn nichts dazwischenkommt, wird er an der Verhandlung teilnehmen», sagt er.

Arzt rät von Fahrt in die Schweiz ab

Die drei Ex-Funktionäre des Deutschen Fussball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, Horst Rudolf Schmidt und Wolfgang Niersbach machen weiterhin medizinische Gründe geltend, weshalb sie am Montag voraussichtlich nicht erscheinen werden. Der Jüngste von ihnen ist der 69-jährige Wolfgang Niersbach, er verfügt über ein ärztliches Zeugnis. Darin rät ihm ein Arzt von der Fahrt in die Schweiz ab.

Auch bei seinem Vorgänger im DFB-Präsidium ist die Reise nach Bellinzona unwahrscheinlich. Der 74-jährige Theo Zwanziger hat gemäss eigenen Angaben eine Augenoperation hinter sich und musste dem Vernehmen nach diese Woche notfallmässig erneut hospitalisiert werden. Der 78-jährige Horst Rudolf Schmidt macht ebenfalls gesundheitliche Probleme geltend. Er sei herzkrank, und es sei ihm ein mehrwöchiger Prozess in Bellinzona nicht zuzumuten, wird sein Anwalt auf Blick.ch zitiert.

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