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«Firmen fahren mit einem Heer von Juristen auf»

Streitereien zwischen Firmen verzögern die Fertigstellung von Jahrhundertbauwerken wie der Gotthard-Neubaustrecke. Philipp Hadorn, Präsident der Neat-Aufsichtsdelegation, erklärt, was falsch lief.

«Es scheint mir sinnvoll, dass die Kreativität der Juristen umgelenkt wird»: Philipp Hadorn, Präsident der Neat-Aufsichtsdelegation.
«Es scheint mir sinnvoll, dass die Kreativität der Juristen umgelenkt wird»: Philipp Hadorn, Präsident der Neat-Aufsichtsdelegation.

Herr Hadorn, der Bauherrin des Gotthard- und des Ceneri-Tunnels drohen zum wiederholten Mal millionenteure Verzögerungen, wegen Firmen, die um Aufträge streiten. Warum ist das möglich?

Philipp Hadorn: Das Beschaffungswesen ist anspruchsvoll. Richtigerweise müssen Anbietern, die den Zuschlag nicht erhielten, Beschwerdemöglichkeiten zustehen. Für derart komplexe Aufträge wie jenem der Bahntechnik des Ceneri-Tunnels gibt es nur wenige Anbieter. Die hochkomplexen technischen Anforderungen bedeuten für sie bereits in der Offertphase einen enormen Aufwand.

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