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Fische zeigen, wie es um Flüsse steht

Die Lebensbedingungen für Fische sind in vielen Schweizer Bächen und Flüssen schlecht. Nun werden 100 Kläranlagen aufgerüstet und 4000 Kilometer Fliessgewässer renaturiert.

Markus Brotschi, Bätterkinden
Die Äsche gehört zu den besonders empfindlichen Fischen in den Schweizer Fliessgewässern. Foto: Rainer Kühnis (Keystone)
Die Äsche gehört zu den besonders empfindlichen Fischen in den Schweizer Fliessgewässern. Foto: Rainer Kühnis (Keystone)

Die Schweizer Flüsse, Bäche und Seen sind keine trüben Gewässer mehr: Fast überall kann bedenkenlos gebadet werden. Schäumende und stinkende Wasserläufe gibt es dank 800 Kläranlagen und umfangreicher Gewässerschutzvorschriften kaum mehr. Eine Wohltat war das Phosphatverbot für Waschmittel in den 80er-Jahren. Trotz grosser Erfolge sind aber viele Fliessgewässer nach wie vor in einem biologisch mangelhaften Zustand. Das zeigt die erste umfassende Untersuchung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu). Schwere Folgen hat das für die Fische, die sehr sensibel auf Umweltbedingungen reagieren und ein Indikator für die Gewässerqualität sind. Nur an 27 Prozent der Messstellen in der Schweiz finden sich für Fische gute bis sehr gute Lebensbedingungen. Besser ergeht es den weniger empfindlichen wirbellosen Wasserbewohnern wie Schnecken oder Krebsen und den Wasserpflanzen. Diese finden an zwei Dritteln der untersuchten Stellen gute bis sehr gute Bedingungen vor.

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