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Flüchtlinge sollen ihr Zielland wählen dürfen

Alle Parteien sind sich einig: Das Dublin-Abkommen muss überarbeitet werden. Doch wie? Die Denkfabrik Foraus hat eine radikale Idee.

Viele Flüchtlinge wollen durch die Schweiz weiter nach Deutschland reisen: Grenzwächter am Bahnhof Chiasso (12. Juni 2016).
Viele Flüchtlinge wollen durch die Schweiz weiter nach Deutschland reisen: Grenzwächter am Bahnhof Chiasso (12. Juni 2016).
Ti-Press/Francesca Agosta, Keystone

Die europäische Asylpolitik krankt – und das Dublin-Abkommen ist die Ursache dafür. So lautet der Befund des aussenpolitischen Thinktanks Foraus. Dass ein Flüchtling sein Asylgesuch in jenem Land stellen muss, in dem er erstmals europäischen Boden betreten hat, schaffe falsche Anreize. Die Staaten an der Peripherie hätten kein Interesse daran, alle ankommenden Asylsuchenden zu registrieren. Und die Flüchtlinge reisten auf dem Weg in ihr Zielland lieber irregulär innerhalb Europas, anstatt sich am ersten Ort zu registrieren. In einem heute präsentierten Paper regt die junge Denkfabrik daher eine Reform an, die eine bessere Koordination innerhalb der EU ermöglichen soll. Der Vorschlag umfasst drei Neuerungen:

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