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Flughafen Zürich verzichtet nach Lotsenmord auf strengere Kontrollen

Fluglotsen, die in Kloten Zugang zum Kontrollturm haben, müssen zunächst dieselben Kontrollen passieren wie Flugpassagiere. Zudem gibt es weitere Sicherheitsschleusen.

Fluglotsen, die in Kloten Zugang zum Kontrollturm haben, müssen bei jedem Gang zur Arbeit dieselben Sicherheitskontrollen passieren wie gewöhnliche Flugpassagiere. Es würde nichts verändert, sagte Urs Ryf, Leiter Operationen beim Flugsicherungsunternehmen Skyguide, am Rande einer Medienkonferenz. Das Zürcher System sei nach dem «Zwiebelschalenprinzip» aufgebaut. Das bedeutet, dass Mitarbeitende mehrere, elektronisch gesicherte Punkte passieren.

Wer in den Tower gelangen möchte, muss zuerst durch den Zoll. Dafür steht eine Mitarbeiterschleuse zur Verfügung, die berechtigte Flughafenangestellten mittels Badge öffnen. Danach müssen die Lotsen durch eine Sicherheitskontrolle, wo etwa mitgeführte Gegenstände durchleuchtet und Personen abgetastet werden.

Lifte lassen sich nur mit Badge starten

Zugang zum Turmgebäude erhalten die Lotsen, indem sie die entsprechende Türe mit einem Badge öffnen. Mehrere Lifte führen in die Kontrollräume, die sich gemäss Ryf nur mit einem Badge starten lassen, auf dem die notwendige Berechtigung gespeichert ist.

Eine solche Erlaubnis hätten nur die Lotsen und die Mitglieder der Skyguide-Chefetage, erläuterte Ryf. Alle Mitarbeitenden müssen vor der Anstellung einen Strafregisterauszug vorlegen.

Das Tötungsdelikt eines Fluglotsen in Basel sei für die Zürcher Angestellten belastend, sie würden aber nicht speziell betreut. Durch die Tat würden Erinnerungen an die Tötung eines Zürcher Lotsen wach. 2004 hatte ein Russe einen Lotsen erstochen, der beim Flugzeugcrash von 2002 in Überlingen D Dienst gehabt hatte. Der Täter hatte damals seine ganze Familie verloren.

SDA/lcv

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