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Frauenförderung droht doppelte Niederlage

Nach dem Rechtsrutsch im Bundeshaus stehen Lohnanalysen und Frauenquoten vor dem Aus. Jetzt hängt alles an einem Bundesrat.

Anja Burri, Bern
Für viele geht es um ein paar Hundert Franken Lohn: Kassiererin in einer Supermarkt-Filiale. Foto: Christian Beutler (Keystone)
Für viele geht es um ein paar Hundert Franken Lohn: Kassiererin in einer Supermarkt-Filiale. Foto: Christian Beutler (Keystone)

Kassiererin Ilona B. interessiert sich eigentlich nicht für Politik. Das ändert sich, als sie etwas sehr Unschweizerisches tut: Sie spricht mit ihren männlichen Arbeitskollegen über den Lohn und merkt, dass sie jeden Monat ein paar Hundert Franken weniger verdient als die anderen – für die gleiche Arbeit. Die Gemeindeangestellte Ruth K. stellt fest, dass sie nicht nur weniger verdient als ihr Vorgänger, sondern auch schlechter bezahlt ist als ein ihr unterstellter Mitarbeiter. Forscherin Susanna L. merkt, dass ihr Arbeitskollege jeden Monat 500 Franken mehr bekommt – obwohl sie die bessere Ausbildung vorweisen kann. Die Geschichten der drei Frauen, die in Wirklichkeit anders heissen, sind mit über 700 weiteren Fällen in der Datenbank Gleichstellungsgesetz.ch dokumentiert.

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