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Frauen sind weniger extrem und eher links

Nach der FDP sieht sich nun auch die CVP mit einer abweichenden Parole ihrer Frauen-Partei konfrontiert. Mit Blick auf das Abstimmungsverhalten ihrer Wählerinnen ergibt die Abweichung Sinn – bei der CVP noch mehr als bei der FDP.

Gleiche Partei, unterschiedliche Positionen: CVP-Frauen an einer Versammlung in Zürich.
Gleiche Partei, unterschiedliche Positionen: CVP-Frauen an einer Versammlung in Zürich.
PD

Bei der CVP bahnt sich eine ähnliche Differenz zwischen Frauen- und Mutterpartei an, wie sie die FDP gerade mit dem Familienartikel erlebt hat. Dieser wurde von den FDP-Frauen befürwortet, vom Vorstand der Mutterpartei hingegen zur Ablehnung empfohlen.

Bei der CVP entzündet sich der Zwist über dem dringlichen Teil der Asylgesetzrevision, über den am 9. Juni abgestimmt wird. In der Bundeshaus-Fraktion waren die Asylgesetzverschärfungen praktisch unbestritten, und auch die Delegierten werden am 20. April mit grosser Wahrscheinlichkeit Ja stimmen. Überrascht hat deshalb die Parole der CVP-Frauen, deren Vorstand am Freitag ein Nein zur Revision beschlossen hat. Die Abschreckungsstrategie im Asylwesen wirke nicht, argumentieren sie; ein Nein zur Vorlage sei zudem ein Zeichen der Solidarität gegenüber Krisenregionen, welche die meisten Flüchtlinge auffangen.

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