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«Frauen sollten auch mal zuerst küssen»

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer im Interview über Anti-Feministen wie René Kuhn, die Zürcher Verrichtungsboxen – und die Naivität des Westens gegenüber den Umbrüchen in der arabischen Welt.

Lebenslustig und aufmüpfig: Alice Schwarzer 1969 mit ihrem damaligen französischen Freund Bruno.
Lebenslustig und aufmüpfig: Alice Schwarzer 1969 mit ihrem damaligen französischen Freund Bruno.
Privatbesitz der Autorin
Alice Schwarzer als junge Schülerin...
Alice Schwarzer als junge Schülerin...
Privatbesitz der Autorin
In ihrem neusten Buch «Alice Schwarzer: Lebenslauf» gibt die Frauenrechtlerin und Journalistin überraschende Einblicke.
In ihrem neusten Buch «Alice Schwarzer: Lebenslauf» gibt die Frauenrechtlerin und Journalistin überraschende Einblicke.
Keystone
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Frau Schwarzer, Sie haben am Dienstag in Zürich vor einem übervollen Saal geredet. Sind alle Säle überfüllt, wenn Sie auftreten? Auf die Gefahr hin, dass es unbescheiden klingt: Ja, so ist es. Am Dienstag waren es 1300 Menschen, das ist schon sehr viel. Es bewegt sich immer so zwischen 500 und 800. 1300 trotz des strahlenden Wetters, da habe ich mich natürlich gefreut. Wie erklären Sie den grossen Zulauf? Tja, wahrscheinlich gehöre ich zur Minderheit von Menschen, die wirklich eine Haltung haben. So viele sind das nicht, die meisten tendieren doch eher zum Opportunismus. Ich veröffentliche seit den 70er Jahren, seit 1977 mache ich die «Emma», seither bin ich sozusagen ein öffentliches Gesicht und stehe für die Sache der Frauen. Es gibt also schon eine lange Geschichte mit vielen Emotionen und Auseinandersetzungen, die an meiner Person festgemacht werden.

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