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Frauen und Kinder unerwünscht

Für den Fall eines Ja zu ihrer Initiative verspricht die SVP «grosszügige Kontingente» für ausländische Arbeitskräfte. Die Zuwanderung möchte sie beim Familiennachzug bremsen.

Die Familie könnte neu womöglich erst nach einigen Jahren nachziehen: Zwei portugiesische Mitarbeiter einer Steinhauerei. (Archivbild)
Die Familie könnte neu womöglich erst nach einigen Jahren nachziehen: Zwei portugiesische Mitarbeiter einer Steinhauerei. (Archivbild)
Keystone

«Masseneinwanderung stoppen»: So lautet das Versprechen, das die SVP mit ihrer Initiative abgibt. Umgekehrt erklärt Bundesrätin Simonetta Sommaruga, dass Ausländerkontingente, wie sie die Initiative verlangt, «nicht tiefe Zuwanderung bedeuten». Wer hat recht?

Die Schweiz hat Erfahrungen mit Kontingenten. Unter dem Druck der Schwarzenbach-Initiative gegen «Überfremdung» beschloss der Bundesrat 1970, jedes Jahr eine Höchstzahl für neue ausländische Arbeitskräfte festzulegen. Zum Ärger der Wirtschaft, aber mit Zustimmung der Gewerkschaften beendete er so die Laisser-faire-Politik der 50er- und 60er-Jahre. Die Kontingente hatten einen dämpfenden Effekt. Nicht nur wegen der fixierten Höchstzahl, sondern auch, weil das System kompliziert und undurchsichtig war.

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