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Für Luzern ist der Zug abgefahren

In Luzern wollten die Bürgerlichen das Zuger Modell kopieren. Sie senkten Steuern und versprachen Mehreinnahmen. Das Resultat: ein Desaster.

Die Tiefsteuerstrategie hat sich nicht ausgezahlt: Blick auf die Luzerner Neustadt. Foto: Urs Flüeler (Keystone)
Die Tiefsteuerstrategie hat sich nicht ausgezahlt: Blick auf die Luzerner Neustadt. Foto: Urs Flüeler (Keystone)

Es ist noch nicht so lange her, da feierte man am Vierwaldstättersee den Aufbruch. Als Luzern 2009 das kantonale Steuergesetz annahm, sah man einen zufriedenen Finanzdirektor. Hinter ihm leuchtete ein Transparent mit der Aufschrift «Tiefste Unternehmenssteuer». Aus Luzern wurde auf einen Schlag ein Steuerparadies: Die Stadt wies nun tiefere Spitzensteuersätze auf als die steuergünstigste Zürcher Gemeinde Zumikon. 2012 kam die landesweit niedrigste Unternehmensgewinnsteuer dazu. Keine so grosse Stadt hatte ihre Steuern je so drastisch gesenkt. Die Kritiker beruhigte der parteilose, FDP-nahe Finanzdirektor Marcel Schwerzmann: «Der Sinn einer Steuersenkung ist es, dass man im Endeffekt mehr Geld einnimmt.»

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