Zum Hauptinhalt springen

Für sieben Franken einen Asylbewerber weniger

Im Zuge des Bettwiler Asylstreits will die Aargauer Regierung eine umstrittene Regel abschaffen. Bislang können sich nämlich Gemeinden von der Pflicht freikaufen, Asylsuchende aufzunehmen.

Aus rechtlichen Gründen ist die geplante Asylunterkunft vorerst gestoppt: Widerstand in Bettwil.
Aus rechtlichen Gründen ist die geplante Asylunterkunft vorerst gestoppt: Widerstand in Bettwil.
Keystone

In der Theorie ist die Sache simpel: Der Bund weist den Kantonen Asylsuchende zu, die in einem weiteren Schritt auf die Gemeinden verteilt werden. In der Praxis ist die Sache aber kompliziert: Denn es gibt viele Gemeinden, die Asylsuchende nicht aufnehmen können – oder dies aus prinzipiellen Gründen nicht tun wollen. Im Kanton Aargau können Gemeinden der Pflicht, Asylsuchende aufzunehmen, entgehen, wenn sie eine sogenannte Ersatzabgabe bezahlen. Konkret bedeutet dies, dass die Gemeinden für jeden nicht aufgenommenen Asylsuchenden eine Entschädigung von sieben Franken pro Tag zu leisten haben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.