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Fussballfans putzen verdreckte Züge selbst

Vorstoss gegen das schlechte Image von Fussballfans: Anhänger des FC St. Gallen sollen den Müll, den sie in Extrazügen hinterlassen, selbst wieder beseitigen. Wer mithilft, wird belohnt.

Keystone

Das Image von Fussballfans in St. Gallen soll aufgebessert werden. Dazu hat sich der Verein Fanarbeit ein spezielles Projekt einfallen lassen. Künftig sollen Fans des FC St. Gallen die Extrazüge, mit denen sie zu ihren Spielen fahren, selber vom Müll säubern.

Die beiden professionellen Fanarbeiter Alex Hasler und Thomas Weber, die seit einem Jahr die Fans des FC St. Gallen zu den Spielen begleiten, stellten das Littering-Projekt heute vor. Gesucht wird ein Team von etwa zehn Helfern. Wer mitmacht bekommt einen Gratis-Eintritt für ein Fussballspiel.

Diese sollen ab Beginn der Meisterschafts-Rückrunde im Februar jeweils in den Fan-Zügen Abfälle einsammeln. Die Verantwortlichen hoffen auf eine Vorbildwirkung: Das Ziel sind saubere Züge, geringere Reinigungskosten für die SBB und eine Korrektur des schlechten Images der Fussballfans.

Positive Zwischenbilanz

Das Littering-Projekt ist Teil eines dreijährigen Pilotprojekts, das seit Anfang 2012 läuft. Dahiner steht der «Verein für sozioprofessionelle Fanarbeit FC St. Gallen». Dessen Präsident Daniel Kehl zog heute eine positive Zwischenbilanz.

Die beiden Fanarbeiter arbeiten je in einem 50-Prozent-Pensum. Sie sind ausgebildete Sozialarbeiter und kennen die Fan-Szene des FC St. Gallen. Der Trägerverein wird vom FC St. Gallen und der Stadt finanziert.

Prävention

Ziel der Fanarbeit ist eine Stärkung der Fankultur und ein Rückgang von Vandalismus und Zwischenfällen mit Feuerwerk. Mittelfristig erhoffen sich die Verantwortlichen eine Verminderung der Sicherheitskosten.

Was das Fan-Projekt konkret bewirkt, wird von der Fachhochschule St. Gallen in einer begleitenden Studie evaluiert. Ein erster Bericht wird laut Daniel Kehl auf Ende 2013 erwartet. Ähnliche Projekte gibt es bereits bei anderen Fussbalklubs – unter anderem bei YB.

SDA/wid

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