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Gebildet, fleissig, unauffällig

Die afghanische Diaspora in der Schweiz ist bunt: Jeder Umsturz brachte Angehörige der Oberschicht zum Auswandern – auch Angehörige der Königsfamilie. Die Migration wandelt sich aber.

Eine von vielen afghanischen Familien, die im Laufe der Jahre in die Schweiz flüchteten: Im Asylbewerber-Durchgangsheim Eymatt bei Bern. (8. Oktober 1998)
Eine von vielen afghanischen Familien, die im Laufe der Jahre in die Schweiz flüchteten: Im Asylbewerber-Durchgangsheim Eymatt bei Bern. (8. Oktober 1998)
Alessandro Della Valle, Keystone

Statt Deutschland ist neu die Schweiz das Zielland Tausender Flüchtlinge aus Afghanistan. In den letzten Tagen seien sehr viele Asylsuchende aus Afghanistan in Schaffhausen eingetroffen und in einer Zivilschutzanlage untergebracht worden, sagt Vreni Frauenfelder, Gründerin der Afghanistanhilfe Schaffhausen und langjährige Kennerin des Landes. Angehörige der Hilfsorganisation haben das Gespräch mit den Asylsuchenden gesucht, um ihre Bedürfnisse abzuklären und zwischen ihnen und den Behörden zu vermitteln. Michael Kunz, Präsident der Afghanistanhilfe, bestätigt, was die Behörden als Grund für die stark gestiegene Zahl der Asylsuchenden aus Afghanistan angeben: die Ankündigung der deutschen Regierung, Afghanen nur noch sehr zurückhaltend Asyl oder zumindest eine vorläufige Aufnahme zu gewähren. «Es hat sich herumgesprochen, dass die Schweiz die Gesuche weniger restriktiv behandelt», sagt Kunz.

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