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«Gegenüber der Schweiz herrscht Wohlwollen»

Tim Guldimann, Schweizer Botschafter in Deutschland, zu den bilateralen Beziehungen in schwierigen Zeiten.

Interessenvertreter: Botschafter Tim Guldimann muss die deutsche Politik mit den Positionen der Schweiz vertraut machen.
Interessenvertreter: Botschafter Tim Guldimann muss die deutsche Politik mit den Positionen der Schweiz vertraut machen.
Keystone

Herr Botschafter Guldimann, wie haben Sie den 1. August verbracht? In Partylaune oder in Katerstimmung? Ich war in Locarno, an der Eröffnung des Festivals. Aber Sie wollten ja bestimmt wissen, ob es in der Schweizer Botschaft in Berlin eine grosse Party gegeben hat.

Genau! Die Botschaft in Berlin verzichtet auch in diesem Jahr auf eine 1.-August-Feier, dies aus drei Gründen: Erstens hat es sich in vergangenen Jahren gezeigt, dass an diesem Datum viele Gäste, die wir gerne dabeihätten, in den Ferien sind. Zweitens haben die Kantone, die dieses Fest früher finanziert hatten, festgestellt, dass sich der Aufwand in Zeiten knapper Finanzen nicht mehr rechtfertigen lässt. Drittens glaube ich, dass eine Feier einen Inhalt, eine besondere «Message» haben sollte. Alle Länder haben Nationalfeiertage, das ist nichts Besonderes. Deshalb haben wir in diesem Jahr im Mai einen grossen Empfang veranstaltet, um das Locarno-Filmfestival nach Berlin zu bringen, um die Bedeutung von Locarno für den deutschen Film und umgekehrt herauszustreichen.

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