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Geld des «Supermarkt-Königs» wird konfisziert

Die Vermögenswerte des verurteilten Italieners Sebastiano Scuto dürfen beschlagnahmt werden. Seine Familie ist vor dem Schweizer Gericht abgeblitzt.

Mafiagelder eingezogen: Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat ein Urteil im Fall Sabastiano Scuto bestätigt. (29. Dezember 2015)
Mafiagelder eingezogen: Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat ein Urteil im Fall Sabastiano Scuto bestätigt. (29. Dezember 2015)
Karl Mathis, Keystone

Das Bundesstrafgericht in Bellinzona hat bestätigt, dass die Vermögenswerte des wegen Mafiazugehörigkeit zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilten Sizilianers Sebastiano Scuto eingezogen werden dürfen. Dessen Sohn hatte sich gegen das Vorgehen der Schweizer Behörden gewehrt, da die Gelder unter seinem Namen laufen.

Wie das Bundesstrafgericht in seinem heute publizierten Entscheid ausführt, stehen die Vermögenswerte in Zusammenhang mit Scuto und damit zur Mafia. Konkret geht es um Gelder auf einem Schweizer Bankkonto in der Höhe von rund 640'000 Franken und eine Versicherungspolice im Wert von 240'000 Franken.

Gemäss Schweizer Gesetzgebung müssen Vermögenswerte, über welche eine kriminelle Organisation wie die Mafia verfügen kann, eingezogen werden. Damit soll dieser die wirtschaftliche Grundlage entzogen werden.

Mehrere Anläufe

Die italienische Polizei hat im Fall Scuto bereits Vermögenswerte im Wert von mehreren Millionen Euro beschlagnahmt. Scuto hat sich vom einfachen Ladenbesitzer zum Inhaber eines Supermarkt-Imperiums hochgearbeitet – daher der Übername «Supermarkt-König».

Auch in der Schweiz hatte die Bundesanwaltschaft ursprünglich ein Verfahren gegen Scuto eingeleitet. Wegen der italienischen Untersuchung wurde es aber eingestellt. Aufgrund des italienischen Instanzenwegs und der sich dadurch ändernden Urteile gegen Scuto mussten Beschlagnahmungen mehrere Male wieder freigegeben werden. (Urteil BB.2015.77 vom 08.12.2015).

SDA/fal

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