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Geld für neue Bedürfnisse

Das Bundesamt für Kultur will künftig einiges besser machen. Deshalb gibt es mehr Mittel für die Raubkunstforschung, deren Ergebnisse gleichzeitig transparenter werden sollen.

Schweizer Geschichten: Sibylle Brunner (links) spielt in «Rosie» eine sture Mutter.Foto: Björn Allemann (Keystone)
Schweizer Geschichten: Sibylle Brunner (links) spielt in «Rosie» eine sture Mutter.Foto: Björn Allemann (Keystone)

Der Gurlitt-Effekt schlägt sich nun auch hier nieder: in der neuen Kulturbotschaft 2016–2020, dem Kulturförder­konzept des Bundes. Auch wenn Isabelle Chassot, Vorsteherin des Bundesamts für Kultur (BAK), bei der Medienkonferenz am Montag einen direkten Zusammenhang in Abrede stellte.

Fakt aber ist, dass das BAK nun – gut ein Jahr nachdem das Kunstmuseum Bern die Erbschaft Gurlitt angenommen hat – Schweizer Museen bei der Provenienzforschung ihrer Sammlungsbestände konkret unterstützen will. Als Grundlage gelten weiterhin die Washingtoner Richtlinien von 1998. Isabelle Chassot weist aber darauf hin, dass sich in den letzten Jahren in Sachen Raub- und Fluchtkunst die Beurteilung der Umstände, die möglicherweise zu einer ­Beschlagnahmung geführt haben, verändert hätte. Besonders wichtig ist für die BAK-Chefin, dass die Resultate der Bemühungen öffentlich bekannt gemacht werden. «Wir wollen hier Transparenz.» Die Mittel sind also nicht nur für die genaue Untersuchung der Herkunft der Bestände und die Aufarbeitung der Archive vorgesehen, sondern auch für die Publikation der Forschungsresultate.

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