Genfer Justiz verurteilt Bodyguards von Kameruns Präsidenten

Ein Gericht hat bedingte Freiheitsstrafen gegen die Sicherheitsleute von Paul Biya ausgesprochen, nachdem diese einen RTS-Journalisten angegriffen hatten.

Exil-Kameruner aus europäischen Ländern wurden augefordert, in Genf gegen die Anwesenheit Biyas zu protestieren. (Video: AFP)

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Die Genfer Justiz hat sechs Bodyguards des kamerunischen Präsidenten Paul Biya nach dem Angriff auf einen Journalisten zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Sie waren am Dienstag festgenommen und am Folgetag wieder auf freien Fuss gesetzt worden.

Vier Sicherheitsleute wurden am Mittwoch wegen Nötigung, Sachbeschädigung und unrechtmässiger Aneignung schuldig gesprochen und mit bedingten Freiheitsstrafen in der Höhe von drei bis vier Monaten belegt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Medienberichte.

Bildstrecke: Ausschreitungen bei Protesten in Genf

Der Reporter des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS war vergangene Woche von Sicherheitskräften des kamerunischen Präsidenten attackiert und leicht verletzt worden. Der Journalist hatte über eine Zusammenkunft von kamerunischen Oppositionellen vor dem Hotel Intercontinental in Genf berichtet, wo der 86-jährige Biya logierte.

Die Sicherheitskräfte des Präsidenten hinderten den Reporter daran, deren Einsatz gegen Demonstranten zu filmen. Die Bodyguards nahmen ihm seine Tasche mit seinem Arbeitsmaterial ab, ebenso das Mobiltelefon und das Portemonnaie. Nach mehrstündigen Verhandlungen konnte er seine Sachen in Begleitung eines Sicherheitsbeamten wieder abholen. (sda)

Erstellt: 04.07.2019, 16:03 Uhr

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