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Genfer Justiz verurteilt Bodyguards von Kameruns Präsidenten

Ein Gericht hat bedingte Freiheitsstrafen gegen die Sicherheitsleute von Paul Biya ausgesprochen, nachdem diese einen RTS-Journalisten angegriffen hatten.

Exil-Kameruner aus europäischen Ländern wurden augefordert, in Genf gegen die Anwesenheit Biyas zu protestieren. (Video: AFP)

Die Genfer Justiz hat sechs Bodyguards des kamerunischen Präsidenten Paul Biya nach dem Angriff auf einen Journalisten zu bedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Sie waren am Dienstag festgenommen und am Folgetag wieder auf freien Fuss gesetzt worden.

Vier Sicherheitsleute wurden am Mittwoch wegen Nötigung, Sachbeschädigung und unrechtmässiger Aneignung schuldig gesprochen und mit bedingten Freiheitsstrafen in der Höhe von drei bis vier Monaten belegt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA entsprechende Medienberichte.

Bildstrecke: Ausschreitungen bei Protesten in Genf

Kameruns Präsident Paul Biya logiert derzeit im Hotel Intercontinental in Genf.
Kameruns Präsident Paul Biya logiert derzeit im Hotel Intercontinental in Genf.
Facrice Coffrini, AFP
Als sich die Demonstranten in Richtung des Hotels bewegten, in dem Biya abgestiegen ist, begannen die gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.
Als sich die Demonstranten in Richtung des Hotels bewegten, in dem Biya abgestiegen ist, begannen die gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften.
Martial Trezzini, Keystone
Diese Frau ist offenbar eine Anhängerin des Präsidenten. Auf ihrem Kleid sind Porträts von Biya zu sehen. Eine Polizistin bringt sie vor den Demonstranten in Sicherheit.
Diese Frau ist offenbar eine Anhängerin des Präsidenten. Auf ihrem Kleid sind Porträts von Biya zu sehen. Eine Polizistin bringt sie vor den Demonstranten in Sicherheit.
Martial Trezzini, Keystone
Biya führe «seine Diktatur nun schon seit fast einem halben Jahrhundert» sagen die Demonstranten. Kamerun müsse endlich demokratisch werden, forderten sie.
Biya führe «seine Diktatur nun schon seit fast einem halben Jahrhundert» sagen die Demonstranten. Kamerun müsse endlich demokratisch werden, forderten sie.
Facrice Coffrini, AFP
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Der Reporter des Westschweizer Radios und Fernsehens RTS war vergangene Woche von Sicherheitskräften des kamerunischen Präsidenten attackiert und leicht verletzt worden. Der Journalist hatte über eine Zusammenkunft von kamerunischen Oppositionellen vor dem Hotel Intercontinental in Genf berichtet, wo der 86-jährige Biya logierte.

Die Sicherheitskräfte des Präsidenten hinderten den Reporter daran, deren Einsatz gegen Demonstranten zu filmen. Die Bodyguards nahmen ihm seine Tasche mit seinem Arbeitsmaterial ab, ebenso das Mobiltelefon und das Portemonnaie. Nach mehrstündigen Verhandlungen konnte er seine Sachen in Begleitung eines Sicherheitsbeamten wieder abholen.

(SDA)

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