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Genozid-Leugner wirbt in der «Weltwoche»

Ein in Basel wohnhafter Serbe leugnet in einem Buch den Genozid in Srebrenica. An der Leipziger Buchmesse sorgte er für Proteste. Nun wirbt er in der «Weltwoche».

An prominenter Stelle findet sich in der aktuellen «Weltwoche» ein Inserat des deutschen Ahriman-Verlags. Unter dem Titel «Wer dieses Buch gelesen hat, ist klüger als die Nato erlaubt!» wird das Buch «Srebrenica. Wie es wirklich war» beworben. Verfasser ist Alexander Dorin, wobei Dorin das Pseudonym des in Basel wohnhaften, gebürtigen Serben Boris Krljic ist. Die «Weltwoche» hat das Pseudonym im Jahr 2000 gelüftet.

Das Buch befasst sich mit dem 1995 erfolgten Massaker von bosnischen Serben an 7000 bis 8000 muslimischen Männern in Srebrenica. Das Uno-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag bezeichnet dieses Massaker als Völkermord. In seinem Buch leugnet Krljic alias Dorin den Genozid. Er spricht von etwa 2000 Muslimen, die im Kampf gefallen seien, und verneint die Massenexekution von Zivilisten. Bereits im 2009 erschienen Buch «Srebrenica. Die Geschichte eines salonfähigen Rassismus» hat er die 7000 bis 8000 Toten als Erfindung bezeichnet und behauptet, General Ratko Mladic habe die Zivilisten «aus Sicherheitsgründen evakuiert». Seit Jahren betätigt sich Krljic im Internet als serbischer Propagandist. Kritische Journalisten prangerte er als Serbenhasser an und publizierte deren Koordinaten.

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