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Geothermieprojekt: Es bleiben drei Optionen

Seit dem Erdbeben in St. Gallen ist das Geothermie-Bohrloch stabil. Der Stadtrat will aber erst nächsten Monat entscheiden, ob er das Projekt weiterführt.

Das Projekt wurde nach dem Erdbeben unterbrochen: Geothermieanlage im Sittertobel in St. Gallen. (24. Juli 2013)
Das Projekt wurde nach dem Erdbeben unterbrochen: Geothermieanlage im Sittertobel in St. Gallen. (24. Juli 2013)
Ennio Leanza, Keystone
Die Arbeiten am Tag danach: Das Gas im Bohrloch wurde kontrolliert abgefackelt ... (21. Juli 2013)
Die Arbeiten am Tag danach: Das Gas im Bohrloch wurde kontrolliert abgefackelt ... (21. Juli 2013)
Stadt St. Gallen
Die Steuerung im Bohrturm.
Die Steuerung im Bohrturm.
Gian Ehrenzeller, Keystone
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Ob und in welcher Form das Geothermieprojekt in St. Gallen weitergeführt wird, entscheidet sich erst in einem Monat. Nach dem Erdbeben vom 20. Juli waren die Arbeiten im Sittertobel eingestellt worden.

Das Bohrloch ist stabil, weitere Nachbeben sind aber nicht auszuschliessen. Das gaben die Projektverantwortlichen heute auf dem Bohrplatz bekannt.

Die Situation am Bohrloch habe in den vergangenen Tagen weiter beruhigt werden können, sagte Projektleiter Marco Huwiler. Dies ermögliche, die neue Ausgangslage und die Risikosituation umfassend zu analysieren, um über die Zukunft des Geothermieprojekts entscheiden zu können.

Dem St. Galler Stadtrat stehen drei Optionen offen: das Projekt weiterzuführen, das Bohrloch zu konservieren oder das Projekt ganz abzubrechen. Die neue Situation erfordere eine vertiefte Beurteilung, und dies brauche Zeit, sagte der zuständige Stadtrat Fredy Brunner. Ein Entscheid des Stadtrates sei nicht vor Ende August zu erwarten.

Unerwartetes Erdbeben

Das Beben hatte sich am 20. Juli um 5.30 Uhr ereignet. Es war vom Bodensee bis ins Appenzellerland deutlich zu spüren. Grund für den unerwartet starken Erdstoss waren die Arbeiten im Bohrloch in 4450 Metern Tiefe. Dort war es am Tag zuvor, während Vorarbeiten für Pumptests, zu einem gefährlichen Gaseinbruch gekommen.

Um dem Druck zu begegnen und um eine Explosion der Bohranlage zu verhindern, wurden rund 650 Kubikmeter Wasser und schwere Bohrflüssigkeit ins Loch gepumpt. Danach kam es zu einer Reihe immer stärkerer Beben, bis zum Erdstoss der Stärke 3,5 auf der Richterskala. Die Bohrarbeiten wurden sofort gestoppt.

SDA/rbi

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