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Geri Müller will Sitz im Stadtpräsidium verteidigen

Badens Stadtammann, der 2014 wegen einer Nackt-Selfie-Affäre für Schlagzeilen gesorgt hatte, tritt zu den Wahlen im September 2017 erneut als Kandidat an.

Hat im Badener Stadthaus Nacktselfies gemacht und an eine junge Frau geschickt: Politiker Geri Müller.
Hat im Badener Stadthaus Nacktselfies gemacht und an eine junge Frau geschickt: Politiker Geri Müller.
Keystone
Wurde 2003 in den Nationalrat gewählt: Grünen-Politiker Geri Müller. (Archivbild, Juni 2011)
Wurde 2003 in den Nationalrat gewählt: Grünen-Politiker Geri Müller. (Archivbild, Juni 2011)
Keystone
Spielte im FC Nationalrat: Geri Müller im Torwartdress in der vordersten Reihe. (19. September 2006)
Spielte im FC Nationalrat: Geri Müller im Torwartdress in der vordersten Reihe. (19. September 2006)
Arno Balzarini, Keystone
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Der Badener Stadtammann Geri Müller, der im Sommer 2014 wegen Nacktbilder von sich in die Schlagzeilen geraten war, tritt bei den Erneuerungswahl im September erneut an. Der frühere Nationalrat der Grünen ist seit 2013 Stadtammann von Baden.

Man wolle auf Kontinuität setzen, teilte die Gruppe «team baden» (Grüne) heute auf ihrer Website mit. Daher stelle sich neben dem 56-jährigen Stadtammann Müller auch Stadträtin Ruth Müri der Wiederwahl.

Die Kommunalwahlen finden am 24. September statt. Dem Stadtrat gehören sieben Mitglieder an. Derzeit halten «team Baden», FDP und CVP je zwei Sitze. Der Exekutive gehört auch eine Parteiloser an, der kurz vor der Wahl im Oktober 2015 sein SP-Parteibuch abgegeben hatte.

Nach Sexskandal ins Rampenlicht gerückt

Die damalige Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtete im Sommer 2014, dass Stadtammann Müller aus seinem Stadthausbüro einer Chat-Bekannten Nacktbilder geschickt hatte. Danach soll er sie zum Löschen der Mitteilungen aufgefordert haben.

Als Folge der «Nackt-Selfie»-Affäre entband die Stadtexekutive Müller vorübergehend von seinen Führungs- und Repräsentativaufgaben. Die Oberstaatsanwaltschaft Aargau verzichtete darauf, ein Verfahren wegen Amtsmissbrauchs gegen Müller einzuleiten. Bei den Nationalratswahlen im Herbst 2015 trat Müller nicht mehr an.

Die ehemalige Chat-Partnerin wurde im vergangenen Jahr von der Staatsanwaltschaft Jura-Seeland in Biel BE per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. Die im Kanton Bern wohnhafte Frau wurde schuldig gefunden der Beschimpfung, üblen Nachrede, versuchten Nötigung, Urkundenfälschung und des unbefugten Aufnehmens von Gesprächen.

SDA/nag

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