Gespräche mit Bin Laden: Calmy-Rey liefert Präzisierung
Die Schweizer Aussenministerin hat mit ihrem angeblichen Gesprächsangebot an Osama Bin Laden für grossen Wirbel gesorgt. Calmy-Rey beschuldigt die Agentur France Press, sie falsch verstanden zu haben.
«Die Aussenministerin plädierte in ihrer Rede vor den Botschaftern für einen Dialog als politisches Instrument», sagt Lars Knuchel, der stellvertretende Informationschef des Aussenministeriums gegenüber Redaktion Tamedia. Micheline Calmy-Rey habe dabei die Möglichkeiten und die Grenzen eines solchen Dialoges dargelegt. «In diesem Zusammenhang hat sie die rhetorische Frage gestellt, ob man dann auch mit Osama Bin Laden diskutieren soll. «Sie hat aber nie gesagt, dass sie das Gespräch mit Bin Laden sucht.»
Das Departement für Auswärtige Angelegenheiten denke nicht daran, mit Bin Laden zu diskutieren, sagte Knuchel auf Anfrage. Er habe den Journalisten von AFP gestern Abend über diesen Standpunkt informiert. «Wir haben versucht, die Agentur darauf aufmerksam zu machen, dass Frau Calmy-Rey das nicht gesagt habe.» In der Zwischenzeit hat das EDA auch eine Richtigstellung publiziert.
AFP weist Vorwürfe zurück
Anders allerdings die Sicht der französischen Nachrichtenagentur: Der Chef von AFP Genf, Denis Rousseau bestätigt gegenüber Redaktion Tamedia den Kontakt zum EDA. Er sagt aber nur:«Wir haben nicht falsch zitiert. Wir haben die Rede von Frau Calmy-Rey einfach richtig interpretiert.»
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