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Gewalt war seine Lösung

Liebe, Eifersucht, Ohnmacht: Ein junger Familienvater erzählt, wie er zum Gewalttäter wurde. Und wie er sein Verhalten ändern will.

Im Lernprogramm gegen Gewalt gibt es Rollenspiele. Die verschiedenen Mützen symbolisieren Gefühlszustände. Foto: Adrian Moser
Im Lernprogramm gegen Gewalt gibt es Rollenspiele. Die verschiedenen Mützen symbolisieren Gefühlszustände. Foto: Adrian Moser

Er hat sie angeschrien. Er hat sie an die Wand gedrückt. Er hat sie gepackt und weggestossen. Er hat sie gewürgt. Wie konnte es dazu kommen?

«Meine Geschichte ist aussergewöhnlich», sagt er. Er erzählt sie atemlos, wortreich, redegewandt. Es ist, als könne er sie selbst nicht fassen. Sie beginnt vor sechs Jahren in einer ländlichen Gemeinde in der Ostschweiz, als seine spätere Frau in sein Leben tritt. Eine grosse Liebe, eine fatale Abhängigkeit – von Anfang an. Als der Mann sich ein erstes Mal trennen will, versucht sie, sich das Leben zu nehmen. Sie finden wieder zusammen, heiraten, und nach kurzer Zeit erwarten sie ein Kind. Es ist erst fünf Monate alt, als die Mutter erneut schwanger wird. Die Frau hat bereits zwei ältere Söhne, die mit ihnen im selben Haushalt leben.

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