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Giezendanner als Savass-Präsident zurückgetreten

Der Verband der Mehrwertdienste (Savass) war im Zusammenhang mit dubiosen Inkassofirmen in die Schlagzeilen geraten. Verbands-Präsident Ulrich Giezendanner hat nun sein Mandat niedergelegt.

«Es ging auch um meinen guten Ruf als Politiker»: Ulrich Giezendanner.
«Es ging auch um meinen guten Ruf als Politiker»: Ulrich Giezendanner.
Keystone

SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner ist als Präsident des Schweizerischen Verbandes Mehrwertdienste (Savass) zurückgetreten. Dies berichtet das Nachrichtenportal «Watson». Der Verband Savass war Mitte November im Zusammenhang mit Sex-Abo-Fallen in die Schlagzeilen geraten.

Wie TA berichtete, fungiert Savass-Geschäftsführer Hans-Ulrich Hunziker - ein Berner Anwalt und SVP-Politiker - als Verwaltungsratspräsident bei Inkassofirmen Paypay AG und Obligo AG. Diese treiben im Auftrag von Mehrwertdienste-Anbietern Geldforderungen ein. Dabei handelt es sich auch um Websites, die Hardcore-Sexfilme im Abo anbieten.

Zahlreiche Handybesitzer beklagen sich, weil sie von der Paypay AG, später auch von der Obligo AG, Rechnungen in der Höhe von rund 80 Franken pro Monat erhalten haben. Dies, obwohl sie nach eigenen Angaben nie auf Pornoseiten gewesen waren und nirgendwo ihre Handynummer angegeben hatten.

Giezendanners Rücktritt sei vor drei Wochen erfolgt, so der Aargauer Politiker gegenüber «Watson». «Ich will niemanden in den Dreck ziehen, aber nach den jüngsten Vorkommnissen war für mich klar, dass ich demissioniere. Es ging auch um meinen guten Ruf als Politiker.»

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