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GLP-Fiasko schlimm fürs Wahljahr?

Das historisch schlechte Resultat für die Grünliberalen lastet nun auf dem Wahlkampf der jungen Partei. Wie Politkenner und Martin Bäumle selber die Lage beurteilen.

Die Grünliberalen dürften froh sein, dass es noch über sechs Monate bis zu den eidgenössischen Wahlen dauert: Der Gang zum Abstimmungslokal.
Die Grünliberalen dürften froh sein, dass es noch über sechs Monate bis zu den eidgenössischen Wahlen dauert: Der Gang zum Abstimmungslokal.
Keystone

Beide heutigen Initiativen waren als Wahlkampflokomotiven konzipiert. Doch statt der CVP und der GLP Schub zu verleihen, erhalten die beiden Mitteparteien zum Beginn des Wahljahres einen herben Dämpfer.

Der Politologe Laurent Bernhard warnt allerdings davor, den Einfluss zu stark zu bewerten. Bis zu den Wahlen im Oktober vergehe noch genügend Zeit, dass sich die Ausgangslage noch ändern könne.

«Initiativmüdigkeit» in der Schweiz?

Selbst ein historisch schlechtes Resultat, wie es die GLP heute eingefahren hat, muss die Wahlchancen der Partei im Herbst nicht zwingend verschlechtern, so Bernhard. Vielmehr sei es eine «vertane Chance». Und: «Ein gutes Resultat wäre für das Image der Parteien sicher positiv gewesen, ein schlechtes Resultat dämpft die Motivation», sagt Bernhard.

Claude Longchamp, Leiter des Umfrageinstitut GFS Bern, sagte zum Schweizer Fernsehen SRF, dass die Resultate auch eine Folge der «Initiativmüdigkeit» des Schweizer Volkes seien. Bernhard hält dagegen, dass es die Schweizer gewohnt seien, über eine grosse Zahl von politischen Vorlagen abzustimmen. Er ortet die Ursache für die schlechten Resultate vielmehr in den jeweiligen Initiativprojekten als in einer allgemeinen Stimmungslage des Souveräns.

Dass die GLP wegen der Schlappe geschwächt in die eidgenössischen Wahlen im Herbst geht, glaubt Parteichef Martin Bäumle nicht. Die Abstimmung habe keinen Zusammenhang mit den Wahlen: «Einige haben uns gesagt, dass sie uns die Stimme geben werden, aber die Initiative ablehnen.»

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