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Gripen chancenlos – Armee heftig umstritten

Gemäss einer Umfrage der «SonntagsZeitung» würden sich nur 26 Prozent für den Gripen-Kauf aussprechen. Auffallend viele Schweizer Stimmberechtigte würden gar die gesamte Armee abschaffen.

Stösst im Schweizer Volk nicht auf viel Gegenliebe: Der Gripen-Kampfjet. (Archivbild)
Stösst im Schweizer Volk nicht auf viel Gegenliebe: Der Gripen-Kampfjet. (Archivbild)
Keystone

Fast zwei Drittel der Schweizer Stimmberechtigten lehnen den Kauf des Gripen-Kampfjets ab. Das zeigt eine repräsentative Umfrage der «SonntagsZeitung», durchgeführt vom Institut Isopublic. Nur rund 26 Prozent sind für die Beschaffung des umstrittenen schwedischen Flugzeugs – 10 Prozent sind unentschlossen. Falls das Referendum gegen den Kampfjet-Deal ergriffen wird, stimmt das Volk voraussichtlich Mitte 2014 darüber ab.

Schweizerinnen und Schweizer wehren sich nicht nur gegen den Kauf des Gripen-Jets, sie wollen grundsätzlich keine neuen Kampfflieger: Eine Mehrheit von 57 Prozent spricht sich dagegen aus – vor vier Jahren waren erst 49 Prozent dagegen. Das zeigt: Wer früher unsicher war, will heute keine Kampfflugzeuge beschaffen. Die Diskussion um die neuen Jets schadet dem Ansehen der Armee massiv: 42 Prozent wollen diese heute abschaffen. Bei früheren Umfragen lag dieser Wert bei 25 bis 30 Prozent.

Maurer warnt vor Retourkutsche

Letzte Woche noch warnte Ueli Maurer die Gripen-Kritiker vor einer Retourkutsche aus Schweden. Wer trotz Garantien auf einseitigen Forderungen bei der Kampfjetbeschaffung beharre, müsse aufpassen, dass der Vertragspartner den Spiess nicht umdrehe.

«Wir können eigentlich froh sein, dass Schweden von uns keine Garantien verlangt für den Fall, dass das Geschäft nicht zustande kommt», sagte Maurer im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Dies solle bedenken, wer behaupte, Schweden sei ein Risiko und die Schweiz brauche Garantien.

Schwedens Regierung könnte ja auch eine Konventionalstrafe beim Ausbleiben einer Bestellung aus der Schweiz fordern. Dies sei in den Verhandlungen nicht passiert, weil man in Schweden offenbar zum Schluss gekommen sei, dass hier zwei Staaten «auf Treu und Glauben» einen Vertrag abschliessen würden.

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