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Grünliberale und Linke in Bedrängnis

Ein Jahr vor den Wahlen stehen die Mitte-links-Parteien vor Problemen. Der GLP kommen Partner abhanden, sie droht mit Vergeltung.

Auf Partnersuche: Martin Bäumle, Präsident der Grünliberalen Schweiz. Foto: Keystone
Auf Partnersuche: Martin Bäumle, Präsident der Grünliberalen Schweiz. Foto: Keystone

Die erfolgsverwöhnten Grünliberalen (GLP) müssen bei den Wahlen 2015 einen Dämpfer fürchten. Ihre wichtigste Bündnispartnerin von 2011, die BDP, beginnt sich verstärkt der CVP zuzuwenden: Die St. Galler BDP etwa gab vergangene Woche bekannt, 2015 mit der CVP statt wie 2011 mit den Grünliberalen zu paktieren. Ohne Listenverbindung wird die Wiederwahl für die grünliberale Nationalrätin Margrit Kessler schwierig. Im Thurgau zeichnet sich eine ähnliche Situation ab. Sollte sich die Thurgauer BDP von der GLP abwenden, besteht für deren Nationalrat Thomas Böhni höchste Abwahl­gefahr. Die Grünliberalen sind generell stärker auf Allianzen angewiesen als andere Parteien – laut Berechnungen des Politologen Daniel Bochsler haben sie bei den letzten Wahlen sechs ihrer zwölf Nationalratssitze nur dank Listenverbindungen erobert.

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