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«Guisan hat eine starke Botschaft vermittelt»

Persönlichkeiten aus Politik und Militär erwiesen in Pully und Lausanne General Henri Guisan anlässlich seines 50. Todestages die Ehre. Thema der Reden war die heutige Bedeutung des Weltkriegsgenerals.

Der Kanton Waadt legt einen der vielen Kränze nieder.
Der Kanton Waadt legt einen der vielen Kränze nieder.
Keystone
Alt-Verteidigungsminister Samuel Schmid nahm an der Zeremonie teil.
Alt-Verteidigungsminister Samuel Schmid nahm an der Zeremonie teil.
Keystone
Imposantes Denkmal: Die Statue des Generals Guisan in Lausanne Ouchy.
Imposantes Denkmal: Die Statue des Generals Guisan in Lausanne Ouchy.
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Henri Guisan sei einer der grössten Schweizer Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gewesen. Ihm sei es gelungen, während des Zweiten Weltkriegs die Schweizer zu einen, sagte Verteidigungsminister Ueli Maurer am Montagnachmittag im Rahmen der Erinnerungszeremonie bei der Kathedrale in Lausanne.

Vor 50 Jahren hatten sich rund 300'000 Personen am gleichen Ort versammelt, um der Beisetzung des Generals beizuwohnen. Henri Guisan galt als Symbolfigur des Schweizer Widerstands gegen die Nazis. Und für viele war es das Verdienst des Generals, dass die Schweiz nicht in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen worden war.

Guisan einte die Leute

«Es ist leicht, heute gewisse Entscheidungen von damals zu kritisieren», sagte der Waadtländer Regierungsratspräsident Pascal Broulis. In den schweren Stunden von damals habe ein Mann wie Guisan es geschafft, die Leute zu überzeugen und zu einen.

«Vor allem aber hat er eine starke Botschaft vermittelt: Die Schweiz wird ihren Kampf für die Freiheit nicht aufgeben.» Eine Botschaft, die laut Broulis aktuell geblieben ist. «Lasst uns am Kurs festhalten und an unsere Kraft glauben», sagte er zu den versammelten Menschen - darunter auch Persönlichkeiten wie die beiden Alt-Bundesräte Samuel Schmid und Adolf Ogi.

Laut Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer ist für junge Leute die Zeit des Zweiten Weltkriegs schon weit entfernt. «Zeigt man das Portrait des Generals Leuten in meinem Alter, wissen viele nicht auf den ersten Blick, um wen es sich handelt», sagte sie.

Gegen das Vergessen

Maurice Décoppet, Enkel des Generals, stimmte Bruderer zu: «Die Erinnerungen verblassen», sagte er. Deshalb sei diese Erinnerungsfeier eine gute Gelegenheit, dem Vergessen entgegenzuwirken «und die Vergangenheit der Schweiz und unserer Nachbarländer wiederzuentdecken».

Den Auftakt der Feiern machten am Montagmorgen 26 Kanonenschüsse. Danach wurden Blumenkränze an Guisans Grab in Pully niedergelegt. Zudem wurde eine Ausstellung zu Ehren Guisans in Verte-Rive eröffnet, dem ehemaligen Landgut des Generals.

SDA/jak

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