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Gut gemeint – aber auch gut?

Die Gemeinde Vals ist in einer schwierigen Ausgangslage.

Vals toppt New York und Zürich. Die Initianten Remo Stoffel und Pius Truffer hatten bei der gestrigen ­Vorstellung ihres Hochhausprojekts am Balsberg einen durchaus sympathischen, zeitweilig gar skurrilen Auftritt. In einer Mischung aus Hochdeutsch und Walserdeutsch legten sie dar, warum sich in diesem Bergdorf etwas bewegen muss, wenn es für die lokale Bevölkerung auch in Zukunft noch Arbeitsplätze ­geben soll. Vals ist in einer schwierigen Ausgangslage: Mineralquelle, Steinbruch, ein malerischer Dorfkern und die architektonische Perle rund um die Therme werden als dauerhafte Wirtschaftsbasis künftig nicht ausreichen. Aufgrund seiner Grösse und Lage ist die wirtschaftliche Zukunft höchst unsicher. Man hält den sanften Tourismus für einen Weg in den sanften Tod.

Kommt dazu, dass das Dorf nach Jahren der ­erbitterten Auseinandersetzung zwischen den Initianten des neuen Projekts und dem Erbauer der Therme, Architekt Peter Zumthor, bis heute gespalten ist. Zumthor und seine Gattin hatten mit dem architektonisch und kulinarisch reizvollen Hotel Therme ein ­erfolgreiches Modell geschaffen für die städtische ­Mittelklasse auf der Suche nach Naherholung. Über der Frage der Erneuerung und Erweiterung gerieten sie mit dem einstigen Partner in Streit, und dieser ­portierte in der Folge einen neuen Investor.

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