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Händler meiden Hormonfleisch

Der Bundesrat will Importe von hormonbehandeltem Fleisch weiterhin erlauben, trotz Verbot in der EU. Schweizer Detailhändler werden aber freiwillig auf solche Produkte verzichten.

Für das Angus-Beef gibt es keine Alternative. Ein Rind wartet in Zanesville, Ohio, auf seine Versteigerung. Foto: Ty Wright (Bloomberg)
Für das Angus-Beef gibt es keine Alternative. Ein Rind wartet in Zanesville, Ohio, auf seine Versteigerung. Foto: Ty Wright (Bloomberg)

Es scheint paradox: In der Schweiz ist es untersagt, Hormone in der Tiermast zu verwenden. Nicht verboten ist es hingegen, hormonbehandeltes Fleisch aus dem Ausland einzuführen. Da der Import von Hormonfleisch in einer Verordnung geregelt ist, obliegen Änderungen dem Bundesrat. In der laufenden Revision der betreffenden vier Verordnungen zur Ein-, Durch- und Ausfuhr von Tieren und Tierprodukten plant die Regierung keinen Kurswechsel. Sie will die Einfuhr weiterhin erlauben. Einzige Verschärfung: Die Deklarationspflicht soll strenger werden. Fleisch aus Staaten ohne Verbot von Hormonen als Leistungsförderer muss in Schweizer Restaurants und Läden heute schon gekennzeichnet sein, und zwar mit dem Vermerk: «Kann mit Hormonen als Leistungsförderer erzeugt werden.» Neu sollen zusätzlich hormonelle und nicht-hormonelle Leistungsförderer wie Antibiotika unterschieden werden.

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