Hat Deza-Vize Bordell auf Madagaskar betrieben?

Auf Madagaskar soll ein ehemaliger Deza-Vizedirektor ein Bordell mit Entwicklungsgeldern finanziert haben. Die Enthüllung könnte mit einem Mord in Zusammenhang stehen.

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Ein ehemaliger Vizedirektor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) soll in den 1990er Jahren auf Madagaskar ein Bordell betrieben haben. Dieses sei mit Schweizer Entwicklungsgeldern finanziert worden, wie der «Sonntagsblick» unter Berufung auf anonyme Zeugen berichtet.

In einer Eingabe an die Bundesanwaltschaft, die der Zeitung vorliegt, sei vom «Bordell-Hotel» im Ort Morondava die Rede. Laut den Zeugen habe der inzwischen verstorbene Deza-Vize das Etablissement mit einer Ex-Prostituierten betrieben.

Morondava ist knapp 400 Kilometer von der Hauptstadt Antananarivo entfernt.

Mord an Entwicklungshelfer

Die mutmasslichen Enthüllungen stehen offenbar im Zusammenhang mit dem 1996 auf Madagaskar getöteten hochrangigen Schweizer Entwicklungshelfers Walter Arnold. Der 52-jährige Urner wurde in einem Auto erwürgt aufgefunden. Die Todesumstände sind bis heute ungeklärt. Dem Zeitungsbericht zufolge war er «gravierenden Missständen» und Zweckentfremdungen von Ressourcen auf der Spur.

Die Bundesanwaltschaft rollt den Fall nun neu auf. Die Familie des Verstorbenen habe neue «Elemente» eingebracht, erklärte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft.

Wurde er Opfer eines Komplotts? Der Entwicklungshelfer Walter Arnold ist auf Madagaskar getötet worden. (Archivbild, Quelle: Keystone) (woz/SDA)

Erstellt: 03.12.2017, 10:02 Uhr

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