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«Heil Hugo»

Trotz «diversen, handfesten Indizien» für einen Bombenanschlag will die Bundesanwaltschaft einen Neonazi nicht anklagen. Doch jetzt muss sie. Warum?

Das Bundesstrafgericht erteilt der Bundesanwaltschaft eine Lektion in Staatskunde: Die Untersuchungsbehörde sei «nicht dazu berufen, über Recht oder Unrecht zu richten». Der Satz, der sitzt, steht in einem Entscheid, dessen Sperrfrist am Dienstagmittag abgelaufen ist.

Das Gericht sieht es nicht gerne, wenn Staatsanwälte ihm die Arbeit abnehmen. Die belehrenden Worte betreffen einen brisanten Fall. Vor sieben Jahren legten unbekannte Täter eine Brandbombe mit Zeitzünder in das linke Berner Kulturzentrum Reithalle. In der Tatnacht waren vielleicht 1000 Besucher an einem Festival anwesend, vielleicht waren es 2000, genau weiss das niemand. Wie durch ein Wunder kam niemand zu Schaden.

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